Martinsfest am 12.11.2017 soll erinnern und die Gemeinschaft fördern

Herzliche Einladung an alle Kleinen und Großen zu unserem diesjährigen Ottfinger St. Martins-Fest mit Umzug am 12.11.2017 ab 17:00 Uhr! Die Gutscheine für die Martinsbrezel können zum Preis von 1,50 EURO vom 23.10. - 08.11.2017 in der Bäckerei Junge in Ottfingen erworben werden.

 

Beginnen möchten wir gemeinsam um 17:00 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der St. Hubertuskirche Ottfingen. Im Anschluss werden wir, begleitet vom Musikverein „Treue“ Ottfingen, mit vielen bunten Laternen durch Ottfingen gehen. St. Martin wird uns auf seinem Pferd begleiten und mitten im Zug halt machen um hier die Geschichte um St. Martin und den Bettler vorzutragen.

Der Martinszug wird in diesem Jahr erstmals auf dem Schulhof enden, wo es neben dem traditionellen Martinsbrezeln auch heiße Getränke geben wird.

Warum ziehe wir jedes Jahr mit Laternen, Fackeln, Musik und (leider immer weniger) Gesang durch unseren Ort? Weil es ein Erlebnis für die Kinder ist! Ja sicherlich auch, aber auch weil es eine langjährige Tradition und ein christlicher Brauch ist, der uns daran erinnern soll mit unseren Mitmenschen zu teilen. Martin teilte seinen Mantel mit dem Bettler und in der folgenden Nacht erschien ihm der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Martin ließ sich taufen und im christlichen Glauben unterrichten. In diesem Zusammenhang bedeutet Teilen aber nicht nur etwas von seinem Hab und Gut den materiell schlechter gestellten Mitmenschen abzugeben sonder auch sich selbst anzubieten. Zum Beispiel als Helfer bei zu erledigenden Aufgaben z.B. in Form von Nachbarschafthilfe, als Zuhörer und Ratschlaggeber oder zum Beispiel um für die Gemeinschaft ein Martins-Fest zu organisieren und zu gestalten, an dem sich viele Kleine und Große erfreuen.

Und warum zünden wir Laternen an? Dieser Brauch rührt aus der frühen Christenheit, wo mit Lichterprozessionen Ehrungen symbolisiert wurden. Zudem entzündeten die Menschen in vielen Orten Feuer auf den abgeernteten Feldern, um für die Ernte zu danken und sich vom Erntejahr zu verabschieden. Dabei bastelten die Kinder Fakeln aus Stroh und Laternen aus Rüben und anderen Materialien und zogen damit durch die Straßen - ähnlich den Erntegebräuchen der Kelten.

Aber was haben die Gänse mit dem Martins-Fest zu tun? Als die Menschen der Stadt Tour Martin später baten Bischof zu werden, versteckte er sich einer Überlieferung zu Folge im Gänsestall. Eine andere Legende erzählt davon, dass Gänse in die Kirche gewatschelt sind und die Predigt von Bischof Martin störten. Sie wurden zur Strafe gebraten. Wir braten im Anschluß an den Martinszug keine Gänse, laden aber alle ein, das Fest mit einem gemütlichen Zusammensein auf dem Schulhof und im Eingangsbereich der ehemaligen Grundschule ausklingen zu lassen.