Die Nahversorgung in Ottfingen

Die Nahversorgung im ländlichen Raum

Gab es in den 70er und 80er Jahren noch zahlreiche Möglichkeiten, Dinge des täglichen Bedarfes in (fast) jedem Dorf einkaufen zu können, so hat sich dies in den letzten 30 Jahren sehr stark verändert. Während die meisten Städte in Deutschland über ein attraktives Versorgungsangebot verfügen, muss der Verbraucher in ländlichen Räumen weite Wege zurücklegen, um tägliche Besorgungen erledigen zu können. Die lokale Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist die Ausnahme und nicht die Regel. Für viele Bürgerinnen und Bürger im ländliche Raum stellt dies aufgrund der vorhandenen Mobilität der meisten Personengruppen auf den ersten Blick kein großes Problem dar. So findet dieses Thema auch keine große Beachtung in den öffentlichen, politischen oder wissenschaftlichen Diskussionen.

Beim genaueren Hinsehen, geht es aber um mehr als nur die Beschaffung von Ware. DIe Möglichkeit der fussläufigen Versorgung mit den Gütern des täglichen Bedarfes bedeutet für viele Unabhängigkeit aber vor allem auch soziale Kontakte. Der Lebensmittelladen im Ort ist somit auch kommunikativer Treffpunkt für alle Altersgruppen. Von den Kindern, die im Sommer erste Erfahrungen durch eigenständiges Einkaufen sammeln, über junge Eltern, die nach dem Gang zum Kindergarten das Mittagessen einkaufen und sich mit anderen Eltern austauschen, dem Berufstatigen, der am Wochenende Nachbarn und Bekannte trifft bis hin zum Rentern, der sich unter Umständen ausschließlich beim Einkaufen mit anderen Unterhalten kann. Nahversorgung sollte daher eine Grunddaseinsfunktion wie Post, Telekommunikation, Energie oder ÖPNV sein!

Wir werden etwas für den Erhalt der Nahversorgung in Ottfingen tun. Details zur gegründeten Genossenschaft, Hintergrundinformationen zum Projekt sowie aktuelle Informationen sind auf dieser Webseite unter "Genossenschaft" zu finden!